Bundesverdienstkreuz für Julian Assange!

“Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, umgangssprachlich Bundesverdienstkreuz genannt, ist der einzige Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Das Bundesverdienstkreuz wird verliehen für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet.” sagt Wikipedia, und wenn sich grade jemand um die Welt verdient macht, dann Wikileaks.org. Da die Organisation schwer greifbar ist möchte ich hiermit also Julian Assange, stellvertretend für all die Männer und Frauen die Wikileaks möglich machen, für die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz vorschlagen.

Da durch die Enthüllungen von Cablegate auch der ehemalige Büroleiter unseres Ausministers als Spion enttarnt wurde, wäre die Verleihung durch den Bundespräsidenten selbst sicherlich angemessen, da Wikileaks hier nicht nur der Politik im allgemeinen, sondern auch der Bundesrepublik Deutschland im speziellen einen großen Dienst erwiesen hat.

Grundsätzlich sind Politiker auch nur Menschen, mit den gleichen Stärken und Schwächen. Wo in der restlichen Welt, Wirtschaft wie Öffentlicher Dienst, regelmäßig Mechanismen implementiert werden um kurrumpierbare Menschen keine Möglichkeit zu bieten viel Schaden anzurichten, sind solche Regelungen in der Politik fremd. Wo Einkäufer und Beschaffer zur Begrenzte Zeit in einem Tätigkeitsfeld bleiben, kann eine politische Position praktisch auf ewig besetzt werden. Das funktioniert genau so lange gut, bis der Durchseuchungsgrad der Politik die Epedimie-Schwelle erreicht. Ähnlich einer Infektionskrankheit benötigt man einen bestimmten Prozentsatz Geimpfter oder von sich aus Immuner um eine Epidemie zu verhindern. In der Politik hat die Seuche der Korrumpierbarkeit  längst epidemische Ausmaße angenommen.  Es fehlt also Gegenmittel und Impfstoff um dieser Epidemie Herr zu werden.

Dieser Impfstoff heißt Transparenz und dieses Gegenmittel Offenheit! Und das macht Wikileaks zum Penicillin des 21. Jahrhunderts und die Menschen hinter Wikileaks somit zum Alexander Fleming des Informationszeitalters. Wenn es Gesetze gibt, die es illegal machen, Dokumente zu veröffentlichen mit denen Beihilfe zu Mord und Folter, Einflussnahme auf die Gesetzgebung und Strafverfolgung souveräner, demokratischer Staaten und das täuschen der eigenen und fremder Bevölkerungen belegt werden können,  dann ist nicht der Whistleblower kriminell, sondern die Gesetze schlecht!

Nun, wie schlägt man jemanden für das Bundesverdienstkreuz vor?  Wikipedia hat natürlich auch hier die Antwort parat:

“Jeder kann die Auszeichnung eines anderen anregen. Dazu wendet er sich an die Staatskanzlei des Landes, in dem der Vorgeschlagene seinen Wohnsitz hat. Lebt die Person im Ausland oder ist sie Ausländer, so ist das Auswärtige Amt für den Vorschlag zuständig. Die Auszeichnung eines Mitarbeiters einer Bundesbehörde kann beim zuständigen Bundesminister angeregt werden. Die jeweilige Protokollabteilung hat die Aufgabe, die Angaben zu prüfen, bevor sie an die Ordenskanzlei im Bundespräsidialamt weitergeleitet werden. In der Praxis machen vor allem Behörden, Institutionen, Wirtschafts- und Sportverbände Vorschläge.”

Also ist das auswärtige Amt zuständig. Den Vorschlag kann man also hier loswerden:

Auswärtiges Amt
Protokollabteilung
Werderscher Markt 1
10117 Berlin
Fax: 03018-17-3402
E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de

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